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Die
Psychosoziale Beratungsstelle ist Anlaufstelle bei allen Suchtproblemen
(Alkohol, Drogen, Medikamente, nichtstoffliche Süchte) für
Suchtgefährdete, Abhängige, Angehörige Suchtkranker
sowie MultiplikatorInnen. Hier findet Beratung und ambulante Therapie
ebenso statt wie die Vermittlung in stationäre Therapieangebote.
Eine Übersicht über Therapiemöglichkeiten bei Suchtproblemen
finden Sie hier (rtf-Datei, 11
KB).
Das
Angebot der Beratungsstelle ist entsprechend der Vielfalt der Problematiken
und der Komplexität der Suchterkrankung differenziert, es umfaßt:
Beratung
Hier geht es um eine erste unverbindliche Kontaktaufnahme und
Informationsmöglichkeit, die Klärung der Situation, Motivationsklärung
und Krisenintervention. Die Beratung findet statt in Form von Einzelgesprächen
sowie Paar- und Familiengesprächen. Für Erstgespräche
findet 2 mal pro Woche eine Sprechstunde statt. Dadurch ist gewährleistet,
daß Ratsuchende i.d.R. innerhalb einer Woche ein Beratungsgespräch
bekommen.
Betreuung und Vermittlung von Therapieplätzen
Im Mittelpunkt steht die Klärung der persönlichen
Problematik und von Lösungsmöglichkeiten. Es geht um Motivationsarbeit,
Krisenintervention bei Rückfällen oder Suizidgefahr, Vorbereitung
und Einleitung von stationären oder ambulanten Therapien, Diagnostik
und Indikationsstellung sowie die Vermittlung von "Entgiftungsplätzen".
Ambulante Therapie
TAL 19 ist seit dem 1.1.1997 als ambulante Behandlungseinrichtung
für Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängige von den
LVAs und den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt, seit 1.9.98 auch
von der BfA.
Wann
kommt eine ambulante Therapie für Sie in Frage?
- wenn
bei Ihnen eine Alkohol-, Medikamenten-· und / oder Drogenabhängigkeit
vorliegt
-
wenn es Ihr Wille ist, dauerhaft ein suchtmittelfreies Leben zu
führen
- wenn
Sie bereit und in der Lage sind, nach einer Entgiftung abstinent
zu leben und suchtmittelfrei an der Behandlung teilzunehmen
-
wenn Sie die Fähigkeit zur aktiven Mitwirkung, zur regelmäßigen
Teilnahme und zur Einhaltung des Therapieplans haben
-
bei ausreichender beruflicher Integration und stabiler Wohnsituation
-
bei unterstützendem sozialen Umfeld
-
bei ambulant behandelbaren seelischen oder körperlichen Störungen
und behebbaren sozialen Problemen
Therapieziele
Neben individuellen Therapiezielen, die mit Ihnen zusammen erarbeitet
werden, sind allgemeingültige Therapieziele:
-
(Wieder-) Erlangung bzw. Verbesserung der Arbeits-, Lebens- und
Genussfähigkeit
-
Erreichung und Erhalt dauerhafter Abstinenz
-
Behebung bzw. deutliche Verbesserung körperlicher und seelischer
Störungen
-
dauerhafte Eingliederung in Arbeit und Gesellschaft
Wie
ist der Therapieverlauf?
Die Dauer der ambulanten Therapie richtet sich nach den individuellen
Bedürfnissen und beträgt in der Regel zwölf Monate,
in Einzelfällen bis zu 18 Monate. Neben der wöchentlichen
Gruppentherapie(je 100 Minuten) mit maximal zehn TeilnehmerInnen
finden in der Regel vierzehntägig Einzelgespräche (je
50 Minuten) statt.(Bei entsprechender Indikation in unserer Frauenberatungsstelle).
Zudem ist der regelmäßige Besuch einer Selbsthilfegruppe
sowie die Ausübung von Sport und / oder Entspannungsverfahrenverpflichtend.
Darüber hinausfinden auch Gespräche mit Ihren Angehörigenstatt.
Unser
Behandlungsansatz
Wir arbeiten mit einem integrativen Therapieansatz. Unsere MitarbeiterInnen
sind in verschiedenen Methoden der Humanistischen Psychologie ausgebildet
und bringen diese in die therapeutische Arbeit ein: Gestalttherapie,
Focusing, Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie, Sozialtherapeutisches
Rollenspiel, Gruppendynamik. Durch eine eigene Frauenberatungsstelle
wird frauenspezifischen Problemen Rechnung getragen. Ein eigener
Krisendienst ermöglicht es Ihnen, rund um die Uhr eine/n GesprächspartnerIn
anzutreffen.
Wer
trägt die Kosten?
Wir sind von den meisten Kostenträgern der Sozialversicherung
als ambulante Therapieeinrichtung anerkannt, so dass für Sie
keine Kosten entstehen. Wir helfen Ihnen gerne bei der Antragstellung.
Bei SelbstzahlerInnen erheben wir den entsprechenden Kostensatz.
Nachsorge
Die Nachsorge nach einer abgeschlossenen stationären Entwöhnungsbehandlung
ist seit Jahren ein Schwerpunkt in unserer Einrichtung. Auch für
die Durchführung der ambulanten Nachsorge sind wir von allen
Kostenträgern seit dem 1.1.97 anerkannt. Wir bieten an der
Psychosozialen Beratungsstelle - therapeutisch geleitet - eine gemischtgeschlechtliche
sowie je eine Männer- und eine Frauen- Nachsorgegruppe an,
die wöchentlich stattfinden. Die regelmäßige, verbindliche
Teilnahme erstreckt sich i.d.R. über einen Zeitraum von einem
Jahr (entsprechende Kostenzusage vorausgesetzt).
Weitere Infos zur ambulanten Nachsorge >>
Angehörigenarbeit
Angehörige können sich in den Sprechstunden beraten lassen
und werden betreut. Im Rahmen der ambulanten Therapie und ambulanten
Nachsorge sind Angehörige fest mit einbezogen. So findet i.d.R.
ein therapeutisches Gespräch zu Beginn und zum Ende der Therapie/Nachsorge
statt sowie ein ganztägiges Angehörigenseminar. Weibliche
Angehörige werden ggf. an die Frauenberatungsstelle vermittelt.
Dort werden eigene Gruppen angeboten.
Ehrenamtlichenarbeit
Die Betreuung der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der SuchtHotline
gehört mit zu den Aufgaben der hauptamtlichen MitarbeiterInnen der
psychosozialen Beratungsstelle. Diese umfaßt insbesondere die
4-monatige Ausbildung für neue ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die
Übernahme von alle 14 Tage stattfindenden Supervisionen sowie
monatliche Fortbildungen für Ehrenamtliche.
Aufsuchende Arbeit
Aus personellen Gründen findet derzeit keine aufsuchende Arbeit
statt. Es besteht jedoch eine Kooperationsvereinbarung mit dem Club
29 e.V., der Besuche und Therapievermittlungen in Krankenhäusern
übernimmt.
Raucherentwöhnung
In unserem Beratungszentrum bieten wir seit 1999 drei Raucherentwöhnungskurse
an. Die Gruppenentwöhnung beinhaltet eine intensive Auseinandersetzung
mit der Funktion, die das Rauchen erfüllt. Sie ist von daher
i.d.R. erfolgreicher als Hypnose oder Akupunktur. Das von uns durchgeführte
Programm "Eine Chance für Raucher - rauchfrei in 10 Schritten"
dauert jeweils 10 Wochen mit wöchentlichen Sitzungen bei einer
Gruppengröße ca. 10 Personen.
Mehr Infos: "Eine
Chance für Raucher - rauchfrei in 10 Schritten" >>
Selbsthilfe
Für alle Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabhängige,
die Therapie bzw. Nachsorge durchlaufen haben, besteht danach die
Teilnahmemöglichkeit an einer Selbsthilfegruppe, die sich wöchentlich
zusammenfindet. Bei Bedarf werden TherapeutInnen der Beratungsstelle
zugezogen. Diese Gruppe unterscheidet sich von üblichen Selbsthilfegruppen
dadurch, daß sie nur therapieerfahrene Mitglieder aufnimmt
und so eine intensivere Arbeit ermöglicht.
Für
alle Nikotinsüchtigen besteht im Anschluß an einen Raucherentwöhnungskurs
die Möglichkeit, an einer monatlich einmal stattfindenden Selbsthilfegruppe
teilzunehmen.
Für
alle TeilnehmerInnen am ambulanten Gruppenprogramm zum kontrollierten
Trinken (AkT) besteht danach die Möglichkeit, in einer eigenen
Selbsthilfegruppe im TAL 19 sich weiterhin mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
Ambulantes Gruppenprogramm zum kontrollierten
Trinken (AkT)
In einem 10-wöchigen Programm mit wöchentlich 135 Minuten
lernen Suchtgefährdete (also i.d.R. keine Abhängigen)
ihren Alkoholmißbrauch zu reduzieren. Die Gruppenabende laufen
in strukturierter Form und auf einer persönlichen Ebene ab.
Ein intensiver Austausch in der Gruppe wird gefördert. Grundlage
sind umfangreiche Arbeits- und Informationsunterlagen. Der Aufnahme
im Kurs ist eine umfangreiche Diagnostik vorgeschaltet. Genauere
Informationen sind unter www.kontrolliertes-trinken.de abrufbar.
Über Kosten und Kursbeginn im TAL 19 oder den Kooperationspartnern
informiert die SuchtHotline unter
Tel. 089/282822 (rund um die Uhr).
Weitere Infos, auch zum nächsten
Kursbeginn und Kosten >>
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