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1.
Vision
Wir sind innerhalb der Suchthilfe Ansprechpartner für alle
Abhängigen, mit denen wir abstinenzorientiert arbeiten, und
alle Gefährdeten, denen wir Unterstützung anbieten bei
der Entwicklung eines bewußten Konsumverhaltens, sowie deren
Angehörige. Wir haben die Vision einer friedfertigen und genußfähigen
Gesellschaft, in der der Mensch fähig ist, bewußt und
kritisch mit Konsum und Abhängigkeit umzugehen und sein Leben
selbstverantwortlich zu gestalten.
2.
Grundsätze
Wir orientieren uns an einem Menschenbild, in dem der Glaube an
die Freiheit und das Potenzial eines jeden Menschen, sein Leben
für sich selbst zufriedenstellend zu gestalten, eine wesentliche
Grundlage darstellt. Aus diesem Grund arbeiten wir mit Suchtkranken
abstinenzorientiert, da unserer Überzeugung nach ein zufriedenes,
selbstbestimmtes Leben in der Abhängigkeit von einem Suchtmittel
oder von süchtigem Verhalten nicht möglich ist. Wir erfüllen
den gesellschaftlichen Auftrag, Suchtkranken zu seelischer und körperlicher
Gesundheit, zu Arbeitsfähigkeit und einer zufriedenen Lebensführung
zu verhelfen. Wir bieten professionelle und ehrenamtliche Hilfe
durch fachlich qualifizierte, sich regelmäßig fortbildende
MitarbeiterInnen an. Wir achten die Würde der KlientInnen.
Dies bedeutet für uns: Partnerschaftliche Zusammenarbeit, Hilfe
zur Selbsthilfe, Schutz der Anonymität und Förderung der
Selbstverantwortung der KlientInnen.
3.
Selbstverständnis von Führung
Das Beratungszentrum Tal 19 ist eingebunden in das Leitungssystem
des Deutschen Ordens. Der Leiter/die Leiterin vom Beratungszentrum
Tal 19 übt die Dienst- und Fachaufsicht aus und trägt
die Verantwortung für den Finanzhaushalt. Speziell umrissene
Führungsaufgaben sind an den/die Stellvertreter/in der Stellenleitung
und an den/die Therapeutischen Leiter/in delegiert. Der Führungsstil
der Leitung ist gekennzeichnet durch Transparenz und die Einbeziehung
aller Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse. Es ist uns wichtig ein
Klima zu schaffen in dem Wertschätzung und Vertrauen unter
den Mitarbeitern/innen möglich sind. Wir pflegen einen regelmäßigen,
fachlichen Austausch im Mitarbeiterteam, durch den kollegiale Unterstützung
und fachliche Weiterbildung gewährleistet ist. Dabei achten
wir darauf, suchtspezifische Verhaltensweisen wie z.B. Maßlosigkeit
oder überhöhte Ansprüche uns selber und untereinander
immer wieder bewußt zu machen.
4.
Maßstäbe für den Umgang mit KlientInnen
Wir bieten einen individuellen Behandlungs- und Beratungsansatz,
der sich durch Wertschätzung, Förderung und Stärkung
der Eigenverantwortung sowie ressourcenorientiertes Arbeiten aus-zeichnet.
Wir sehen in der Suchtarbeit die Beziehungsfähigkeit als wichtigen
Heilungsfaktor an. Deshalb steht bei uns das Beziehungsangebot im
Mittelpunkt des Beratungs- und Behandlungsprozesses. Auf der Grundlage
unseres Suchtverständnisses bieten wir weitgehende Flexibilität
innerhalb zuverlässiger Rahmenbedingungen an. Daher arbeiten
wir mit klaren Vereinbarungen, die Orientierungshilfe bieten. Desweiteren
sind uns spezielle Angebote für Frauen, Transparenz unserer
Arbeit und umfassende Informationsvermittlung wichtig.
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